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Wie können wir Schule so gestalten, dass sie nicht nur fachliches Lernen ermöglicht, sondern auch das Wohlbefinden und die persönliche Entwicklung junger Menschen stärkt? Mit dieser Frage beschäftigten sich interessierte Lehrerinnen und Lehrer des Gymnasiums Michelstadt bei der schulinternen Veranstaltung „Mehr von dem, was guttut – Mentale Gesundheit“, die von Luisa Ninger und Sibyle Beck geleitet wurde.

Belastungen wahrnehmen

Den Ausgangspunkt bildeten aktuelle Befunde zur psychischen Gesundheit von Kindern und Jugendlichen sowie zur Belastung von Lehrkräften. Die vorgestellten Daten zeigen, dass ein erheblicher Teil der befragten jungen Menschen von vermindertem Wohlbefinden berichtet, das sich beispielsweise in Erschöpfung, Schlafproblemen oder Einsamkeit äußert. Auch Lehrerinnen und Lehrer erleben Belastungen, etwa durch emotionale Erschöpfung oder Konflikte mit Lernenden.

Dabei wurde deutlich: Mentale Gesundheit bedeutet mehr als die bloße Abwesenheit einer psychischen Erkrankung. Vielmehr stellt sich die Frage, was Menschen dabei unterstützt, sich wohlzufühlen, Herausforderungen zu bewältigen und sich persönlich weiterzuentwickeln.

Ressourcen in den Blick nehmen

Genau hier setzte die Fortbildung an: Wie lässt sich psychologisches Wohlbefinden im schulischen Alltag aktiv fördern?

Im Mittelpunkt stand ein ressourcenorientierter Blick: Auf die eigene Persönlichkeit ebenso wie auf die individuellen Stärken und Möglichkeiten der Lernenden. Auf Grundlage aktueller Forschungsergebnisse sowie von Modellen und Methoden des Fritz-Schubert-Instituts für Persönlichkeitsentwicklung in Heidelberg bot die Veranstaltung viel Raum für praktische Selbsterfahrung, Reflexion, Austausch sowie Diskussion anhand von Fallbeispielen.

Beziehung als Grundlage

Ein Gedanke rückte dabei immer wieder ins Zentrum: Die Bedeutung der pädagogischen Beziehung. Denn ganzheitliche Bildung umfasst mehr als die Vermittlung fachlicher Inhalte. Sie nimmt junge Menschen auch mit individuellen Stärken und Schwächen, in ihrer emotionalen und motivationalen Entwicklung sowie hinsichtlich eigener Ziele und Herausforderungen in den Blick.

Die zentrale Botschaft lautete deshalb:

„Pädagogische Beziehung vor Methode – vom Erdulden zum Gestalten.“

Dass diese Themen die Teilnehmenden beschäftigen, zeigte sich auch am Ende der Veranstaltung: Besonders gefreut hat die Fortbildungsleitenden der Wunsch nach weiteren schulinternen Angeboten rund um die Themen „Mentale Gesundheit“ und „Schulfach Glück“.